ZEROit hat sich zum Ziel gesetzt, die Herausforderungen der Energiewende in der Stadt Nürnberg durch leicht reproduzierbare Lösungen ganzheitlich anzugehen.
Dieses Projekt schlägt einen smarten, ganzheitlicheren Ansatz zur Dekarbonisierung kommunaler Gebäude vor. Durch die Entwicklung maßgeschneiderter Wege für jedes einzelne Gebäude können Städte die Wirkung jeder Investition maximieren. Zu den Kernstrategien gehören die Umstellung auf hocheffiziente aktive Systeme wie Wärmepumpen, die Senkung des Energiebedarfs, die Integration erneuerbarer Energiequellen und die Verbesserung der Netzflexibilität. Zusammen können diese Maßnahmen Städten ermöglichen, ihre Sanierungsbemühungen zu beschleunigen, systemische Hindernisse zu überwinden und bedeutende Emissionsreduktionen zu erzielen.
Um die Klimaziele zu erreichen, müssen die Emissionen von Gebäuden dringend reduziert werden. Die meisten Städte sehen sich jedoch mit einer hohen Verschuldung und steigenden Preisen, langwierigen Prozessen und Wartezeiten für Gebäudehüllenrenovierungen, die eine hohe Belastung für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und die lokalen Handwerksbetriebe darstellen, einer schlechten Verfügbarkeit von Materialien und Handwerkern sowie schnell näher rückenden Emissionsminderungszielen konfrontiert. Die vielversprechendsten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und CO2-Reduzierung müssen umgesetzt werden.
ZEROit entwickelt, testet und validiert die folgenden drei integrierten Lösungen als Teil unseres ortsbezogenen Ansatzes zur Erreichung der städtischen Klimaziele.
• Ein Holistic Portfolio Planning Tool (HPP-TOOL), das trotz begrenzter Ressourcen optimale Investitionsentscheidungen und komplexe Planungen ermöglicht.
• Der Rapid Zero-Emission Renovation (RAZE-RENOVATION) Ansatz, bei dem handelsübliche Technologien für kleine und mittelgroße Gebäude eingesetzt werden, um die Kosten zu minimieren und gleichzeitig zukünftige Verbesserungen der Gebäudehülle vorzubereiten.
• Fokus auf den Aufbau von Kapazitäten bei Stakeholdern und Bürgern für die Umsetzung, einschließlich eines Tests des HPP-TOOL in einer zentralen Anlaufstelle (One-Stop-Shop (OSS).
Die Stadt Nürnberg ist visionäre Initiatorin des Projekts und Hauptkunde, Tester und Anwender der Lösungen. Die Stadt stellt die Gebäude für die Portfolio-Planung und die Rapid Zero-Emission Renovation zur Verfügung. Nürnberg verfügt über umfangreiche Erfahrungen in mehreren EU-Projekten, teilweise gemeinsam mit empirica, wie EDI-Net und procuRE.
Um die Klimaziele zu erreichen, müssen die Emissionen im Gebäudesektor schnell und erheblich reduziert werden. Viele Kommunen stehen dabei vor erheblichen wirtschaftlichen und entscheidungsbezogenen Hindernissen. Herkömmliche Sanierungsstrategien konzentrieren sich in der Regel auf große Gebäude und übersehen dabei, dass der Großteil des städtischen Gebäudebestands aus kleinen bis mittelgroßen Gebäuden mit nur mäßiger Energieeffizienz besteht.
In Städten wie Nürnberg, die ein Portfolio von ca. 1.900 Gebäuden verwalten, machen der Umfang und die Komplexität der Planung einzelner Renovierungsmaßnahmen die Erreichung der Klimaziele für 2035 zunehmend schwieriger.
The following graphic summarises the progress and stages of the methodology as well as key results.
Holistic Portfolio Planning Tool integriert alle Stadtdaten, bereit zur Bewertung des Portfolios
Identifizierung des ersten Gebäudes und Planung einer Rapid Zero-Emission Renovation
Umsetzung der ersten Rapid Zero-Emission Renovation
Höhere Detailgenauigkeit im Umwelt- und Finanzmodell und tiefgreifendere Planung von Maßnahmen
Identifizierung eines Gebäudebündels und Planung der zweiten Rapid Zero-Emission Renovation
Durchführung von drei Rapid Zero-Emission Renovations
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